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Die 10 Gebote | mit Fulbert Steffensky

Die 10 Gebote | mit Fulbert Steffensky

Das Neunte Gebot | Die zehn Gebote

Veröffentlichung:24.12.2021

Dieses Video thematisiert das neunte Gebot "Du sollst nicht begehren". Die Bibel kann über die Auslegung zur Argumentation für und gegen fast alles genutzt werden. Die Bibel hat einen inneren Geist. Das neunte Gebot ist ein Beispiel: Dabei wird die Frau als Eigentum des Mannes gesehen. Die Wahrheit der Bibel ist an Zeiten, Orte und Gesellschaften gebunden. Paulus sagt, alle Menschen ziehen Jesus an und werden damit gleich. Jesus durchbricht die Einteilungen, um den Geist des Gesetzes wieder zu seinem Wirken zu verhälfen. Religion ist oft patriarchalisch und begründet die Herrschaft des Mannes. Christus mutete uns die Freiheit zu. Man kann die Sätze des Glaubens nicht nur durch Worte sondern auch durch Einrichtungen verleugnen. Angst ist die Triebfeder der ungerechten Einteilung. Herrschaft aufzugeben wäre unser Ziel als Christen.

Fulbert Steffensky zeigt, wieso die 10 Gebote heute noch aktuell und höchst politisch sind. Er liest aus seinem Buch "Die Zehn Gebote - Anweisungen für das Land der Freiheit" vor.

Das Video setzt sich mit dem 9. Gebot „Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen“ auseinander und hinterfragt dessen ursprüngliche Bedeutung vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Verhältnisse der Antike. Der Referent erläutert, dass die Frau im alttestamentlichen Kontext häufig als Teil des Besitzes des Mannes betrachtet wurde und das Gebot daher ursprünglich dem Schutz fremden Eigentums diente. Von dort aus entwickelt das Video eine grundsätzliche Reflexion über den Umgang mit biblischen Texten. Es wird gezeigt, dass biblische Aussagen stets in geschichtliche Zusammenhänge eingebettet sind und deshalb nicht einfach wörtlich auf die Gegenwart übertragen werden können. Stattdessen wird der Gedanke entfaltet, dass der Geist der Bibel von Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde geprägt sei. Anhand biblischer Gegenpositionen und christlicher Traditionen wird für eine Auslegung plädiert, die die Gleichwertigkeit aller Menschen betont und jede Form von Herrschaft, Ausgrenzung und Diskriminierung kritisch hinterfragt.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II sowie für leistungsstarke Lerngruppen der Sekundarstufe I. Es eröffnet einen anspruchsvollen Zugang zu zentralen Themen theologischer Bildung wie Bibelauslegung, Geschlechtergerechtigkeit, Menschenwürde, Freiheit und der Entwicklung religiöser Traditionen. Gleichzeitig fördert es die Fähigkeit der Lernenden, zwischen historischem Kontext und gegenwärtiger Bedeutung religiöser Texte zu unterscheiden.

Als Unterrichtseinstieg kann das 9. Gebot in verschiedenen Übersetzungen präsentiert werden. Die Lernenden formulieren erste Vermutungen über die Aussageabsicht des Gebots und diskutieren, welche Vorstellungen von Ehe, Eigentum und Geschlechterrollen darin sichtbar werden. Bereits hier lassen sich Irritationen erzeugen, die eine vertiefte Auseinandersetzung motivieren.

Während der Rezeption des Videos können die Lernenden zentrale Argumente des Referenten mithilfe eines Beobachtungsbogens festhalten. Mögliche Leitfragen sind: Warum kritisiert der Referent ein rein wörtliches Verständnis der Bibel? Was versteht er unter dem Geist der Bibel? Welche Bedeutung haben historische Kontexte für das Verständnis biblischer Texte? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für aktuelle Fragen der Gleichberechtigung?

Im Anschluss bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an. Einzelne Gruppen können die historischen Hintergründe der Zehn Gebote untersuchen, andere die Aussagen zur Stellung der Frau analysieren oder die verwendeten Bibelstellen miteinander vergleichen. Besonders ergiebig ist die Gegenüberstellung von Texten, die traditionelle Hierarchien widerspiegeln, mit Texten, die Freiheit und Gleichheit betonen. Dadurch lernen die Lernenden, innere Spannungen biblischer Traditionen wahrzunehmen und theologisch zu reflektieren.

Für die Urteilsbildung eignet sich eine Debatte zur Frage, ob religiöse Traditionen verändert werden dürfen oder sogar verändert werden müssen, wenn neue Einsichten über Menschenrechte und Gleichberechtigung gewonnen werden. Ebenso kann diskutiert werden, inwiefern Kirchen und Religionsgemeinschaften ihrem eigenen Anspruch auf Gleichheit gerecht werden. Das Video fördert dadurch die hermeneutische Kompetenz, die ethische Reflexionsfähigkeit sowie die Bereitschaft, religiöse Überzeugungen kritisch und zugleich respektvoll zu hinterfragen.

Darüber hinaus eröffnet das Medium Anknüpfungspunkte zu aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen über Geschlechterrollen, Machtstrukturen, Menschenrechte und den Umgang mit religiösen Traditionen. Es unterstützt die Lernenden dabei, Religion als dynamischen Prozess zu verstehen, in dem Überlieferung und Gegenwart miteinander ins Gespräch gebracht werden.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.5 Fragen an Kirche – umstrittene Kirche.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 4. Der Mensch als Mann und Frau.

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Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 3. Pluralität der Lebensformen: Dasein für andere und mit anderen.

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